Bearded Collie
FCI-Standard Nr. 271 (BEC)








Bearded Collie Rassestandard
FCI-Standard-Nr. 271 vom 20.09.2016
Ursprungsland: Großbritannien
Übersetzung: Dr. Elke Jarnut – Ergänzt, Christina Bailey, (Überarbeitung: Axel Komorowski) / Offizielle Originalsprache (EN)
Ursprung: Großbritannien
Datum der Publikation des gültigen Originalstandard: 03.11.2014
Verwendung: Schäfer- und Begleithund
Klassifikation FCI: Gruppe 1 Hütehunde und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde). Sektion 1 Schäferhunde. Ohne Arbeitsprüfung.
KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS: In schottischen Aufzeichnungen, welche bis ins 16. Jahrhundert zurűckreichen, gibt es eine Anmerkung űber eine Rasse, die dem Bearded Collie gleicht. Er war seit langem in Schottland und Nord England bekannt, wo er zum Schafe hűten gezűchtet wurde. Vor ungefähr 500 Jahren wurden Hunde an der schottischen Kűste zurűckgelassen, von welchen man sagt, dass sie die Vorfahren des Polnischen Niederungs Hűtehundes waren und diese wurden mit den heimischen Hütehunden verpaart. Wenn man sich den Polnischen Niederungs Hűtehund ansieht, kann man Ähnlichkeiten erkennen. Aber der Bearded Collie, so wie wir ihn heute kennen, verdankt das meiste seines Aussehens einer gewissen G Olive Willison, welche um 1940 in den Besitz eines Beardie Welpen mit dem Namen Jeannie kam. Nach langer Suche fand sie einen Partner fűr Jeannie, einen Hund mit Namen Bailey, und ihr Bothkennar Zwinger formte das Vorbild fűr die heutigen Bearded Collies.
ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD: Schlanker, aktiver Hund. Trotz kräftigen Körperbaus sollte der Hund einen guten Bodenabstand zeigen und nicht zu schwer wirken. Der aufgeweckte, forschende Ausdruck ist ein kennzeichnendes Merkmal dieser Rasse.
WICHTIGE PROPORTIONEN: Gemessen vom vordersten Punkt des Brustbeins bis zu den Sitzbeinhöckern ist der Hund im Verhältnis von ungefähr 5 zu 4 länger als hoch. Hündinnen dürfen geringfügig länger sein. Der Abstand zwischen Stopp und Hinterhauptbein ist gleich der Breite zwischen den Ohröffnungen.
VERHALTEN/CHARAKTER (WESEN): Aufmerksam, lebhaft, selbstsicher und aktiv. Zuverlässig, intelligenter Arbeitshund, ohne Anzeichen von Nervosität oder Aggressivität.
KOPF: Kopf im richtigen Verhältnis zur Körpergröße. Der Gesamteindruck ist der eines Hundes mit kräftigem Fang und einem Schädel, der viel Raum für das Gehirn bietet
Oberkopf:
- Schädel: Breit, flach und quadratisch.
- Stop: Mäßig.
Gesichtsschädel:
- Nasenschwamm: Gross und quadratisch, meist schwarz, bei blauen und braunen Hunden jedoch normalerweise der Haarfarbe entsprechend. Nasenschwamm einfarbig, ohne Tupfen oder Flecken.
- Fang: Kräftig und entspricht in der Länge dem Abstand zwischen Stop und Hinterhauptbein.
- Lippen: Einfarbig, ohne Tupfen oder Flecken. Die Pigmentierung ist der Farbe des Nasenschwammes angepasst.
- Kiefer/Zähne: Zähne gross und weiss. Kräftige Kiefer, möglichst mit einem perfekten, regelmässigen und vollständigen Scherengebiss, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen. Zangengebiss erlaubt, aber nicht erwünscht.
- Augen: Im Farbton auf die Farbe des Haarkleides abgestimmt, weit auseinander liegend und gross, sanft und liebevoll, nicht hervortretend. Augenbrauen nach oben und nach vorne gewölbt, jedoch nicht so lang, dass die Augen verdeckt werden. Die Pigmentierung der Lidränder ist der Farbe des Haarkleides angepasst.
- Ohren: Von mittlerer Grösse und hängend. Bei Aufmerksamkeit heben sie sich am Ansatz bis zur Höhe des Schädels, aber nicht darüber hinaus und lassen den Schädel breiter erscheinen.
Hals: Mäßig lang, muskulös und leicht gebogen.
Körper: Die Rückenlänge ergibt sich aus der Länge des Rippenkorbes, nicht aus der Länge der Lendenpartie.
- Rücken: Gerade.
- Lendenpartie: Kräftig.
- Brust: Brustkorb tief, mit viel Platz für Herz und Lunge. Rippen gut gewölbt, aber nicht tonnenförmig.
Rute: Tief angesetzt, ohne Knick oder Drehung und so lang, dass der letzte Rutenwirbel mindestens bis zu den Sprunggelenken reicht. Im Stand oder im Gehen niedrig mit einem Aufwärtsschwung an der Spitze, bei schnellerer Gangart auch ausgestreckt getragen. Niemals über dem Rücken getragen. Ueppig mit Haar bedeckt.
Gliedmaßen:
Vorderhand: Vorderläufe gerade und senkrecht, mit kräftigen Knochen, rundherum mit zottigem Haar bedeckt.
- Schultern: Gut schräg nach hinten liegend.
- Vordermittelfuß: Biegsam, jedoch ohne Schwäche.
- Vorderpfoten: Oval geformt mit gut gepolsterten Ballen. Zehen gewölbt und eng aneinanderliegend, gut mit Haar bedeckt, auch zwischen den Ballen.
Hinterhand: Gut bemuskelt.
- Kniegelenk: Gut gewinkelt.
- Unterschenkel: Kräftig.
- Sprunggelenk: Tief angesetzt.
- Hintermittelfuss: Er steht im rechten Winkel zum Boden und befindet sich im normalen Stand gleich hinter einer von den Sitzbeinhöckern gedachten senkrechten Linie.
- Hinterpfoten: Oval geformt mit gut gepolsterten Ballen. Zehen gewölbt und eng aneinanderliegend, gut mit Haar bedeckt, auch zwischen den Ballen.
Gangwerk: Geschmeidig, gleichmässig fliessend und weit ausgreifend, bei einem Minimum an Anstrengung raumgreifend.
Haarkleid:
Haar: Doppelt, mit weicher, pelziger und dichter Unterwolle. Deckhaar glatt, hart, kräftig und zottig, weder wollig noch lockig, obgleich eine leichte Wellung erlaubt ist. Die Länge und Dichte des Haarkleides ausreichend, um Schutz zu bieten und die Form des Hundes zur Geltung zu bringen, jedoch nicht so viel, dass die natürlichen Linien des Körpers verwischt werden. Das Haarkleid darf in keiner Weise getrimmt werden. Nasenrücken spärlich mit Haar bedeckt, wobei dieses an den Seiten etwas länger ist, gerade ausreichend, um die Lefzen zu bedecken. An den Wangen, den Unterlippen und unter dem Kinn nimmt das Fell zur Brust hin an Länge zu und bildet den typischen Bart.
Farbe: Schiefergrau, rötlich falbfarben, schwarz, blau, alle Schattierungen von Grau, Braun und Sandfarben, mit oder ohne weisse Abzeichen. Niemals Merle/gescheckt. Wenn Weiss vorkommt, tritt es am Fang, als Blesse auf dem Schädel, an der Rutenspitze, auf der Brust, an den Läufen und an den Pfoten auf. Sofern es als Halskrause vorkommt, darf der Ansatz der weissen Haare nicht hinter die Schulter hinausreichen. Weiss sollte oberhalb des Sprunggelenkes nicht an den Aussenseiten der Hinterläufe auftreten. Leichte lohfarbene Abzeichen sind an den Augenbrauen, auf der Innenseite der Ohren, auf den Backen, unter der Schwanzwurzel und an den Läufen an den Uebergangsstellen zwischen Weiss und der Grundfarbe erlaubt.
Größe: Ideale Widerristhöhe:
Rüden : 53 bis 56 cm
Hündinnen : 51 bis 53 cm.
Vor der Größe sollten Gesamtqualität und Proportionen vorrangig gewürdigt werden, übertriebene Abweichungen von der Idealgröße sollten jedoch nicht gefördert werden.
Fehler: Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes und seine Fähigkeit, die verlangte rassetypische Arbeit zu erbringen, zu beachten ist.
Disqualifizierende Fehler:
- Aggressiv oder ängstlich.
- Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.
N.B.:
- Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, welche sich vollständig im Hodensack befinden.
- Zur Zucht sollen ausschließlich funktional und klinisch gesunde, rassetypische Hunde verwendet werden.
Über den Bearded Collie
Über die Herkunft des Bearded Collies ist wenig bekannt. Dem Typ nach dürfte er aber den zotteligen Hirtenhunden angehören, deren Urheimat in Osteuropa/Asien liegt. Man vermutet, daß er mit dem dort eingekauften Vieh, Schafen und Rindern nach England kam. Schon im 15. Jahrhundert haben Bearded Collies in Schottland Schafe gehütet. Sie sollten aber nicht nur das Vieh treiben, sondern es auch gegen Raubtiere und Viehdiebe verteidigen.
Seinen Namen Bearded ( bärtiger ) Collie oder „Beardie“ ( sprich: Bierdie ), hat er von seinem Bart, der über die Lefzen und vom Kinn wächst.Der ganze Körper ist mit dichter, weicher, pelziger Unterwolle und langen, rauhen und kräftigen Deckhaaren bis rund um die Läufe bewachsen. Sein Farbkleid ist vielfältig: alle Schattierungen von Grau und braun sind erlaubt.
Die meisten grauen Hunde werden schwarz geboren und färben sich erst im Erwachsenenalter grau. Blaue Bearded Collies kommen schon grau auf die Welt und werden im Lauf der Zeit blaugrau. Solche blauen Beardies sind, ebenso wie braune und rehfarbene, seltener, da diese Erbanlagen von beiden Eltern mitgegeben wurden.
Der Beardie ist ein temperamentvoller Hund, der mit seinem schlanken Körper trotz seines dichten Haarkleides nicht plump wirkt. Er ist kinderfreundlich und gutmütig. Der aufmerksame unternehmungslustige Ausdruck ist ein kennzeichnendes Merkmal der Rasse. Als ursprünglicher Arbeitshund braucht der Beardie keine besondere Pflege. Er muß nur regelmäßig gebürstet werden. Aber als lebhafter, aktiver Hund braucht er auch viel Bewegung und Beschäftigung. Der Beardie ist robust und widerstandsfähig, jedoch sensibel. Er eignet sich nicht für die Zwingerhaltung, da er den Kontakt zu seiner Familie braucht.
Wer eine originelle, liebenswürdige Persönlichkeit, ein zärtliches, frohes Temperament, dazu Wachsamkeit ohne übertriebene Schärfe, sucht, kommt mit einem Beardie voll auf seine Kosten.
Züchter der Landesgruppe Hamburg
Die Züchter sind nach ihrem Zwingernamen sortiert.
Die Welpenampel wird neun Wochen nach dem Wurfdatum automatisch zurück gesetzt. Soll die Ampel auf „Grün“ bleiben, können sich die Züchter gerne an den Webmaster wenden.
Welpen vorhanden
Welpen erwartet
keine Welpen
Deckrüde
keine Welpen
Berndt, Iris
Lerchenstr. 25
24837 Schleswig
Tel.: 04621 997338
Mobil: 0176 10320167
keine Welpen
keine Welpen
keine Welpen
Kröger, Andrea
In der Weide 5
21644 Wiegersen
Tel.: 04169 908543
Mobil: 0151 61052628
keine Welpen
„of the Loyal Lads and Ladies“
Bochdalofsky, Vera
Hohenfelde 54a
21720 Mittelnkirchen
Tel.: 04142 812544
keine Welpen
„Simply Strong“
Schäfer, Nils
Johannes-Ritter-Str. 37
21502 Geesthacht
Tel.: 04152 76165
Mobil: 0176 46128299
Deckrüden der Landesgruppe Hamburg
Wenn Sie in die Liste der Deckrüden aufgenommen werden möchten, melden Sie sich gerne beim Webmaster.
Hinweis: Mit dem Alter von 10 Jahren werden die Deckrüden von der Liste genommen. Sollten Sie Ihren Rüden weiter zur Verfügung stellen wollen, setzen Sie sich bitte erneut mit dem Webmaster in Verbindung.
Augenblicklich sind keine Deckrüden in der Landesgruppe Hamburg gelistet.
